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  Arbeitskreis Platdütske Kring Leiter: Heinrich Baumann

Plattdeutscher Kreis Greven
Platdütske Kring Graiwen



Platdütsk, liäw up... so lautet unser Motto

Das Platt des Münsterlandes ist eine kernige, selbstbewußte Sprache, dessen Erhalt uns allen am Herzen liegt. Wir, der "Plattdeutsche Kreis Greven", haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Sprachverständnis und die Liebe zu diesem alten Kulturgut wach zu halten. Plattdeutsch beleben und bewahren ist Wiedergewinnung von Kultur. Dieses versuchen wir durch das Singen von plattdeutschen Liedern und das Lesen von plattdeutschen Texten zu erreichen. Wir wollen fernerhin durch unser Tun die Liebe zu unserer Heimat stetig neu beleben.


Treffpunkt: Jeden Mittwoch am Monatsende im "Haus Liudger",
Grabenstraße 24, 48268 Greven um 19.30 Uhr

Hier nun einige Spruchweisheiten in unserer Mundart:

  • Fette Gaise sal man nich de Mäse smiärn

  • De Düwel schit ümmer up den grötsten Haupen

  • Wat de Buer nich kent, dat frät he nich

  • Wat man sik inbrokt, dat mot man söwst wier uutliëpeln

  • Frien un Hai in´n Duuw doon, dat is faken ümsüs


  • Sollten Sie es nicht verstehen, so kommen Sie doch einfach vorbei!

    Einige Gedanken und Ansichten nun über den Wert unserer geliebten plattdeutschen Sprache:

    Wän ’t in Westfaolen kine Walhiëgen un kien Platdütsk mäer giw, dan is´ t Schönste druut.
    Dr. Johann Bernhard Brinkmann
    (Bischof von Münster 1870-1889)


    Jede Provinz liebt ihren Dialekt; denn er ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft.
    Johann Wolfgang von Goethe
    Dichtung und Wahrheit)


    Dialekt, Mundart, das ist Heimat. Heimat gibt Auskunft über Herkunft, über Eigenheiten, über Vorlieben und über die jeweils spezifische Art von Humor.
    Aus " Blagengemöös"
    von Ulla Wolanewitz


    Das Platt - mein Platt - ist die erste Sprache, die ich aus dem Munde meiner Mutter gehört habe. Man hat mir immer ein plattdeutsches Lied an der Wiege gesungen, das ich mir auch als Schlaflied meiner letzten Tage wünsche: "Slaop in, mien Kindken, slaop in "...weil wir im Grunde wieder Kind werden müssen. Das Münsterländer Platt ist rund, das ist schön, und die plattdeutsche Sprache geht viel tiefer ins Herz als unser kantiges Hochdeutsch", sagt Tons Vormann hierzu, und deshalb habe ich bei ganz bestimmten Dingen der Kunst das Material Sprache genommen: Muttersprache. Das Letzte ausdrücken, das Intime, das kann nur das landschaftsgebundene Platt!
    Aus: "Tons (Tönne) Vormann, Dichter, Sänger und Maler"



    Dat olle Platt

    Dat olle Platt, wu schön lütt dat!
    So däftig lütt´t! Nich smö un sacht,
    un häfft de Tied auk met sick bracht,
    dat et bie Siete drücket wätt,
    et is nao immer wall un nett.
    Dat Olle müett wie hauge hollen,
    de Jungen jüst so äs de Ollen.
    Westfaolen un de Spraoke trü,
    dao sin wie alle doch met bie.
    Daorüm miärk sick jeder datt:
    Et geiht nicks füör ne Mul vull Platt

    Platt in Urfassung von Franz Epping
    Grevener Heimatdichter


    Guëd gaon!

 Neues aus dem Arbeitskreis Platdütske Kring
  Plattdeutscher Vortrag mit Peter Öchsner 23.11.2006