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GB12
Die Ortsmitte etwa 1938 mit der katholischen Volksschule und dem Frisörgeschäft Klemann (rechts).
So in etwa hat es im Depot ausgesehen: eine T3 als Rangierlok brachte Waggons vom Abstellbahnhof zu den Schuppen in den Einzeldepots A, C oder D. Die Fracht: Munition bzw. Sprengstoffe.
Die ersten Lebensmittelgeschäfte in Reckenfeld entstanden im Jahr 1926/1927 – hier: der Kolonialwarenladen der Familie Silbernagel im Block B.
Diese und andere Baracken wurden 1947 entlang der Straße innerhalb Reckenfelds nach Greven aufgestellt. Grund: Die DPs (Polen) hatten die Häuser in den Blöcken A und B besetzt und die Menschen aus ihren Häusern vertrieben.
Alle vier Einzeldepots, der Abstellbahnhof sowie das Gefangenenlager waren mit einer Umwehrung umgeben: 15 km Zaun mit Maschen- und Stacheldraht.
Eine einzigartige Struktur hat Reckenfeld zu bieten, wie diese Karte mit den vier Blöcken aus dem 1936 zeigt. 
Die vier Blöcke wurden im Ersten Weltkrieg als vier Einzeldepots A, B, C und D gebaut.
Das ehemalige Nahkampfmitteldepot Hembergen wurde – um es vor der Zerstörung durch die Alliierten zu retten -, an eine Gesellschaft verkauft. Obwohl das Depot über 11 Millionen Mark gekostet hatte. sollte der Käufer nur 100.000 Goldmark zahlen. Gezahlt wurde 1923 in Papiermark – also mit wertlosem Inflationsgeld.
Ein Skandal!
Friedrich Grohe und seine Frau hatten 1928 im ehemaligen Schuppen B 15 - neben der Post - ein Fahrradgeschäft eröffnet. Das war der Beginn einer jahrzehntelangen und immer noch währenden Selbstständigkeit der Familien als Unternehmer.
 

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