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  Unterkategorie: Eisenverhüttung

Eindhoven 2005
18.06.2005
Ergebnisse Rennofenversuch 15 18.06.05

Ort: Historich Openluchtmuseum Eindhoven

Ofentyp: Espevej 2
Maße
Höhe: 100 cm
Oben: 25 cm plus Ofenwandung je 10 cm
Unten: 75 cm
Düsenhöhe 50 cm


Erz: Hörstel (geröstet)

Brennstoff: Grillholzkohle

Belüftung: Blasebälge

Teilnehmer: Bernhard Reepen, Hermann-Josef Drexler,
Carlo Waltermann,Felix Diekhoff


Wetter: sonnig



Der Ofen wurde von 10:15 Uhr bis 12:15 vorgeheizt. Dann erfolgte der erste Erzgang. Es wurde ein Holzkohle / Erz Verhältnis von 1,2 kg Kohle zu 1,2 kg Erz zugegeben. Die Erzgänge erfolgten im 10 Minutenrhythmus. Der Ofen lief sehr gleichmäßig über die gesamte Betriebsdauer von 10 Stunden. In vier Gaben (3,7 kg) wurde anstelle von Erz vorsortierte hocheisenhaltige Schlacke und kleinteiliges Eisen, aus Vorversuchen, zugegeben.



Um 16:55 (nach 4 Stunden) wurde die Sandisolierung beseitigt und die untere Ofenklappe geöffnet. Die angesammelte erstarrte Schlacke wurde ausgeräumt. Da der Schlackenfluss sehr gut sichtbar war, konnte die Temperaturführung von der Blasebalgmannschaft nach der Konsistenz der fließenden Schlacke gesteuert werden. Sobald die Schlacke zu dickflüssig wurde, musste zur Temperaturerhöhung mehr belüftet werden. Rann die Schlacke nicht mehr als dünnflüssiges Rinnsal, sondern als schnellfließende Tropfenfolge, wurde die Belüftung reduziert. Nach 19:00 war der Ofen so trocken und hatte so viel Energie gespeichert, dass die Belüftung immer weiter reduziert werden konnte. Nach 20:00 lief er weitgehend im Eigenzug.

Um 21:20 Uhr erfolgte der letzte Erzgang. Es wurde nur noch eine Portion Holzkohle nachgegeben. Der Ofen lief bis zur Öffnung um 22:20 Uhr im Eigenzug.

An der Ofenklappe hatte sich eine größere Luppe gebildet. Diese wurde sofort abgeschlagen und auf einem Holzklotz vorgeschmiedet. Aus dem Ofenraum wurden zwei kleinere Luppen geborgen und ebenfalls vorgeschmiedet. An der Rückwand, um die hintere Düse, war ebenfalls eine größere Luppe angebacken. Da sie sehr fest saß, wurde leider bei der Bergung, der Ofen zerstört. Diese Luppe wurde auch noch vorgeschmiedet. Bei der Nachsuche am Folgetag wurde noch viel kleinteiliges Eisen mit einem Magneten geborgen.



Luppen:

Luppe 1: 3020 g 1 Hälfte von 1690 g wurde geschmiedet, zerbrach in Stücke(1364 g)
Luppe war sehr massiv, gut schmiedbar

Luppe 2 1340 g sehr massiv

Luppe 3 580 g Lamelleneisen u. Schaumschlacke

Luppe 4 190 g massiv u. Lamelleneisen



Luppengewicht ges.: 5130 g

Kleinstückiges Eisen: 4500 g

Eisenausbeute ges.: 9630 g

Verwendete Materialien:

Raseneisenerz: 45,6 kg Schlacke u. Kleineisen: 3,7 kg ges.: 49,3 kg

Holzkohle: 49,2 kg + 27 kg Vorheizkohle

Holzkohle / Erz Verhältnis ohne Vorheizen: 1/1


Luppen gesamt, auf Holzklotz vorverdichtet







Luppe 1 geteilt










Luppe 2, geteilt









geschmiedete Hälfte der Luppe 1










Temperaturdiagramm des Versuchs









B.Reepen

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