Hausputz, wenn Besuch angemeldet ist?
Am Internationalen Tag der Freundschaft traf sich der Plattdütske Krink im Heimathaus Greven und wies auf die besondere Bedeutung dieses Tages der Verbundenheit zwischen Menschen, Ländern und Kulturen hin.
Ein besonderer Gast war Bürgermeister Dietrich Aden, der zum ersten Mal beim Plattdütsken Krink war. Er wurde vom Vorsitzenden des Heimatvereins, Thomas Grünert, begrüßt. Anschließend ließ er sich von Willem Beuning die Feinheiten der plattdeutschen Sprache erklären. So wird zum Beispiel das weiche „g“ eher wie „ch“ ausgesprochen. Also nicht ‚wohän geihs du‘ sondern „wohän cheihs du“. Nach einigen Versuchen gelang dem Bürgermeister der Satz „cheihs du met nao chimbte, kaup ick di ne flinte...“. Das wurde mit Applaus belohnt.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Übergabe einer schriftlichen Sammlung von Anregungen und Verbesserungsvorschlägen, die beim letzten Treffen diskutiert wurden. Diese sollen dazu beitragen, Greven noch lebenswerter zu machen. Lachen brandete auf bei der Idee, Ratssitzungen auf Platt abzuhalten. Das kann aus rechtlichen Gründen nicht umgesetzt werden.
Der Nachmittag wurde durch Döhnekes und Vertellsels bereichert. Es wurde festgestellt, dass es früher üblich war, vor dem Besuch alles piekfein zu machen. Heute putzt man, wenn die wieder weg sind. Den krönenden Abschluss bildete das Grevener Heimatlied, das die Teilnehmer in fröhlicher Stimmung verabschiedete. Das nächste Treffen des Plattdeutschen Ringes ist nach der Kirmes am 27. August im Heimathaus in der Alten Post. Alle Interessierten sind eingeladen, mitzumachen und die plattdeutsche Kultur zu erleben..