März 2026
Kiärske aor Prume - Kirsche oder Pflaume?
Eine lebhafte und unerwartete Diskussion prägte das jüngste Treffen des Plattdütsken Krinks. Auslöser war ein Bericht in einer Tageszeitung über die blühenden Bäume an der Saerbecker Stra-ße. Während diese erst für Kirschbäume gehalten wurden, stellte der Artikel klar: Es handelt sich um Blutpflaumenbäume.
Auch unter den 50 Teilnehmern herrschte zunächst Einigkeit – die Mehrheit war überzeugt, es seien Kirschbäume. Erst nach und nach fanden Hinweise auf die tatsächliche Baumart Gehör. Die Erläuterungen aus der Presse überzeugten schließlich auch die letzten Zweifler. Die gesamte Diskussion wurde auf Plattdeutsch geführt – entsprechend ging es um „Kiärsken aor Prumen“.
Ein bei einer Haushaltsauflösung entdecktes historisches Waffeleisen weckte zahlreiche Erinnerungen. Das Waffeleisen wurde auf dem Küppersbusch-Herd direkt übers offene Feuer gestellt und konnte während des Backens gewendet werden. Die Gespräche über alte Backformen, Rezepte und besonders festliche Anlässe zum Backen führten zu einer gemeinsamen Idee: für die kommenden Treffen im Sommer werden einige Mitglieder in privaten Beständen und Backbüchern nach überlieferten Rezepten suchen, diese erproben und die Ergebnisse zum Verkosten mitbringen. Die dazu gehörenden Geschichten und Geräte sollen auf Plattdeutsch vorgestellt werden – ganz im Sinne der Sprachpflege und der Bewahrung regionaler Traditionen.
Die Schriften von Augustin Wibbelt werden immer in unterschiedlichen Formen behandelt. Die Persönlichkeit der bekannten Dichterin Ottilie Baranowski wurde vorgestellt und mit ihren Schriften zitiert.
Das zum Standardprogramm gehörende Ratespiel „wel wiët dan sowat“, ausgearbeitet und vorgestellt von Willem Beuning. Heinz Battling begleitet auf seinem Akkordeon die plattdeutsch gesungenen Lieder.
Mit dem Graiwsken Heemaot-Leed klang der Nachmittag stimmungsvoll aus.
Das nächste Treffen ist am 29. April um 15 Uhr im Heimathaus in der Alten Post.