Der Plattdütske Krink Graiwen - Heimatverein Greven

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Der Plattdütske Krink Graiwen

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Pfarrkirche St. Martinus - Geschichtsort seit dem 8. Jahrhundert
Fachgruppe Plattdeutsch ... oder besser:

Plattdütsker Krink Graiwen
       
Der "Plattdütske Krink Graiwen" hat ein Motto: "Plattdütsk, liäw up ..."

Dialekt, Mundart, das ist Heimat. Heimat gibt Auskunft über Herkunft, über Eigenheiten, über Vorlieben und über die jeweils spezifische Art von Humor.

Das Platt des Münsterlandes ist eine kernige, selbstbewußte Sprache, dessen Erhalt uns allen am Herzen liegt. Wir, die Fachgruppe Plattdeutsch, haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Sprachverständnis und die Liebe zu diesem alten Kulturgut wach zu halten. Plattdeutsch beleben und bewahren ist Wiedergewinnung von Kultur. Dieses versuchen wir durch das Singen von plattdeutschen Liedern und das Lesen von plattdeutschen Texten zu erreichen. Wir wollen darüber hinaus durch unser Tun die Liebe zu unserer Heimat stetig neu beleben.

Der "Plattdütske Krink Graiwen" trifft sich jeden letzten Mittwoch im Monat von 15.00 - 16.30 Uhr im Heimathaus "Alte Post", Alte Münsterstraße 8, 48268 Greven.

Leiter der Fachgruppe: Heinz Ronning

Kontakt:

Sachsenstraße 7, 48268 Greven  
Tel. 0 25 71 / 44 12





De Tiet laupt hen – 40 Jahre Plattdütsker Krink

Im März letzten Jahres sollte das vierzigjährige Bestehen des Plattdütsken Krinks Graiwen  gefeiert  werden. Wegen Corona musste das verschoben werden. Jetzt wurden daraus 40+1, aber das minderte nicht die Freude der Mitglieder, die beim ersten Treffen dieses Jahres in die Alte Post gekommen waren. Heinz Ronning begrüßte als Sprecher des Leitungsteams auch die besonderen Gäste, die der Einladung gefolgt waren. Seitens des Heimatvereins, unter dessen Dach der Krink besteht, sprach der stellvertretende Vorsitzende Thomas Grünert den Dank aus für den aktiven Einsatz des Teams, das vor einem Jahr den Krink aus dem corona-bedingten Dornröschenschlaf erlöst hatte. Das sei durchaus eine Herausforderung gewesen, weil auch in diesem Kreis die gewohnten Abläufe ins Stocken geraten waren.
  
Bevor dann der offizielle Part begann, wurde des kürzlich verstorbenen Erich Kückmann gedacht. Der hatte als besonderer Gast teilnehmen sollen. Die lobenden Worte galten hier besonders seinem Bemühen, die plattdeutsche Sprache auch im Alltag zu pflegen. Viele Grevener kannten ihn nicht nur aus seinem Geschäft, sondern auch im persönlichen Alltag.

Als besonderen Gast begrüsste Heinz Ronning den Gimbter Bürger Theo Große-Woestmann, der den Lesern der Westfälischen Nachrichten mit seiner wöchentlichen Kolumne als Terro Liederwams bekannt ist. Seine Ansichten über die plattdeutsche Sprache im allgemeinen und als wichtiges Kulturgut fanden bei den Zuhörern großes Interesse und genau so große Zustimmung. Er verband mit seinen Ausführungen auch die ausdrückliche Ermunterung, gerade in diesem Kreis auch weiterhin das Plattdeutsche zu pflegen und zu verbreiten. Und man solle nicht nachlassen im Bemühen, junge Menschen für diese Sprache zu interessieren.
  
In dem folgenden Interview wurden diejenigen Mitglieder befragt, die von Beginn an oder kurz darauf aktiv mitgemacht haben. Das waren Hedwig Weigand, Gisela Krumbeck, Anneliese Grünert und Ludger Hidding. Während des Erzählens fielen ihnen immer wieder Namen und Begebenheiten ein, die sogleich an ähnliche Situationen erinnerten. Es gab dabei so viel zu berichten, dass man dazu weitere thematische Treffen vorschlug.

Auch diese Anregung nahm Heinz Ronning in seine Schlussworte auf. Sein Dank galt allen Helfern, die dieses Treffen wieder mit vorbereitet hatten und sich an der Gestaltung aktiv beteiligten. Einen besonderen Dank richtete er an Ingrid Edelkötter. Diese hatte in der Corona-Zeit einen erheblich Anteil daran, dass der Plattdütske Krink wenigstens im kleinen Rahmen weiter machte. Zum Schluss sangen alle das Westfalen-Lied. Anhaltender Beifall beendete das Treffen.

Bildnachweis: Markus Ahlert, Ingrid Edelkötter, Thomas Grünert, Archiv Heimatverein
(c) Heimatverein Greven - 2022
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